Ungarisches Gulasch Rezept – So richtig wie bei Oma

Ungarisches Gulasch Rezept – So richtig wie bei Oma

Ein gutes Gulasch ist eines dieser Gerichte, die man am Geruch schon erkennt, bevor man die Küche betritt – kräftig, würzig und stundenlang geschmort, bis das Fleisch von selbst auseinanderfällt. Dieses ungarische Gulasch orientiert sich an der klassischen Zubereitung mit viel Paprika und wenig Schnickschnack, genau so, wie es seit Generationen in deutschen Küchen gekocht wird.

Der wichtigste Trick für ein wirklich gutes Gulasch: Das Paprikapulver wird erst zugegeben, wenn der Topf von der Herdplatte genommen wurde. So verbrennt es nicht und wird nicht bitter – ein Fehler, der vielen Anfängern unterläuft.

Warum dieses Gulasch Rezept funktioniert

Das Fleisch wird portionsweise scharf angebraten, damit es wirklich Farbe bekommt statt im eigenen Saft zu kochen. Die lange, langsame Schmorzeit von über zwei Stunden bei niedriger Hitze macht selbst günstigere Fleischstücke butterzart. Und der Kniff mit dem Paprikapulver außerhalb der Hitze sorgt für die tiefe, runde Würze, die ein echtes Gulasch ausmacht.

Ungarisches Gulasch wie bei Oma

Ein klassisches, langsam geschörtes Rindergulasch mit viel Paprika – zart, würzig und perfekt für kalte Tage.
Prep Time 20 minutes
Cook Time 2 hours 30 minutes
Total Time 2 hours 50 minutes
Servings: 6 Portionen
Course: Hauptgericht
Cuisine: Ungarisch

Zutaten
  

  • 1 kg Rindergulasch (Schulter), gewürfelt
  • 3 tbsp Öl
  • 500 g Zwiebeln, gewürfelt
  • 3 tbsp edelsüßes Paprikapulver
  • 1 tsp scharfes Paprikapulver
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 tbsp Tomatenmark
  • 1 tsp Kümmel, gemahlen
  • 1 tsp Majoran
  • 2 Lorbeerblätter
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 200 ml Rotwein optional
  • 2 rote Paprika, in Streifen
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung
 

  1. Fleisch trocken tupfen und portionsweise in Öl scharf anbraten, bis es Farbe bekommt. Herausnehmen und beiseitestellen.
  2. Zwiebeln im gleichen Topf bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
  3. Topf von der Herdplatte nehmen und Paprikapulver einrühren – so verbrennt es nicht und wird nicht bitter.
  4. Tomatenmark, Knoblauch, Kümmel und Majoran zugeben und kurz mitrösten.
  5. Fleisch zurück in den Topf geben, mit Rinderbrühe und Rotwein ablöschen, Lorbeerblätter zugeben.
  6. Aufkochen lassen, dann zugedeckt bei niedriger Hitze 2 bis 2,5 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist.
  7. Paprikastreifen in den letzten 20 Minuten zugeben.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Lorbeerblätter entfernen und heiß servieren.

Hinweise

Tipp: Gulasch schmeckt am nächsten Tag noch intensiver, da die Aromen Zeit hatten sich zu verbinden.

Varianten

Mit Kartoffeln: Statt Semmelknödeln oder Spätzle passt auch geküstenmelt in Salzkartoffeln – einfach mitkochen und stampfen.

Extra scharf: Die Menge an scharfem Paprikapulver verdoppeln oder eine gehackte Chilischote mitschmoren lassen.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank hält sich das Gulasch bis zu 4 Tage und wird durch das Durchziehen sogar noch besser. Es lässt sich hervorragend portionsweise einfrieren und bleibt bis zu 3 Monate haltbar. Zum Aufwärmen langsam auf dem Herd erhitzen, bei Bedarf etwas Brühe zugeben.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist mein Gulasch zäh?
Meist liegt es an zu kurzer Schmorzeit oder zu hoher Hitze. Rindergulasch braucht mindestens 2 Stunden bei niedriger, gleichmäßiger Hitze, damit das Bindegewebe weich wird.

Kann ich das Gulasch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, nach dem Anbraten von Fleisch und Zwiebeln alles in den Slow Cooker geben und 6 bis 8 Stunden auf niedriger Stufe garen.

Herkunft von Gulasch

Gulasch stammt ursprünglich von ungarischen Hirten (gulyas bedeutet Hirte), die das Fleisch über offenem Feuer schmorten. Über Österreich-Ungarn gelangte das Gericht in die deutsche Küche und wurde dort mit regionalen Beilagen wie Spätzle oder Kartoffeln kombiniert. Mehr zur Geschichte findest du im Wikipedia-Artikel zu Gulasch.

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