Ein gutes Gulasch ist eines dieser Gerichte, die man am Geruch schon erkennt, bevor man die Küche betritt – kräftig, würzig und stundenlang geschmort, bis das Fleisch von selbst auseinanderfällt. Dieses ungarische Gulasch orientiert sich an der klassischen Zubereitung mit viel Paprika und wenig Schnickschnack, genau so, wie es seit Generationen in deutschen Küchen gekocht wird.
Der wichtigste Trick für ein wirklich gutes Gulasch: Das Paprikapulver wird erst zugegeben, wenn der Topf von der Herdplatte genommen wurde. So verbrennt es nicht und wird nicht bitter – ein Fehler, der vielen Anfängern unterläuft.
Warum dieses Gulasch Rezept funktioniert
Das Fleisch wird portionsweise scharf angebraten, damit es wirklich Farbe bekommt statt im eigenen Saft zu kochen. Die lange, langsame Schmorzeit von über zwei Stunden bei niedriger Hitze macht selbst günstigere Fleischstücke butterzart. Und der Kniff mit dem Paprikapulver außerhalb der Hitze sorgt für die tiefe, runde Würze, die ein echtes Gulasch ausmacht.
Ungarisches Gulasch wie bei Oma
Zutaten
Zubereitung
- Fleisch trocken tupfen und portionsweise in Öl scharf anbraten, bis es Farbe bekommt. Herausnehmen und beiseitestellen.
- Zwiebeln im gleichen Topf bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
- Topf von der Herdplatte nehmen und Paprikapulver einrühren – so verbrennt es nicht und wird nicht bitter.
- Tomatenmark, Knoblauch, Kümmel und Majoran zugeben und kurz mitrösten.
- Fleisch zurück in den Topf geben, mit Rinderbrühe und Rotwein ablöschen, Lorbeerblätter zugeben.
- Aufkochen lassen, dann zugedeckt bei niedriger Hitze 2 bis 2,5 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist.
- Paprikastreifen in den letzten 20 Minuten zugeben.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken, Lorbeerblätter entfernen und heiß servieren.
Hinweise
Varianten
Mit Kartoffeln: Statt Semmelknödeln oder Spätzle passt auch geküstenmelt in Salzkartoffeln – einfach mitkochen und stampfen.
Extra scharf: Die Menge an scharfem Paprikapulver verdoppeln oder eine gehackte Chilischote mitschmoren lassen.
Aufbewahrung
Im Kühlschrank hält sich das Gulasch bis zu 4 Tage und wird durch das Durchziehen sogar noch besser. Es lässt sich hervorragend portionsweise einfrieren und bleibt bis zu 3 Monate haltbar. Zum Aufwärmen langsam auf dem Herd erhitzen, bei Bedarf etwas Brühe zugeben.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist mein Gulasch zäh?
Meist liegt es an zu kurzer Schmorzeit oder zu hoher Hitze. Rindergulasch braucht mindestens 2 Stunden bei niedriger, gleichmäßiger Hitze, damit das Bindegewebe weich wird.
Kann ich das Gulasch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, nach dem Anbraten von Fleisch und Zwiebeln alles in den Slow Cooker geben und 6 bis 8 Stunden auf niedriger Stufe garen.
Herkunft von Gulasch
Gulasch stammt ursprünglich von ungarischen Hirten (gulyas bedeutet Hirte), die das Fleisch über offenem Feuer schmorten. Über Österreich-Ungarn gelangte das Gericht in die deutsche Küche und wurde dort mit regionalen Beilagen wie Spätzle oder Kartoffeln kombiniert. Mehr zur Geschichte findest du im Wikipedia-Artikel zu Gulasch.
Wenn dir dieses Rezept gefällt, probier auch unser Sauerbraten Rezept aus.