Sauerbraten ist der Inbegriff der deutschen Sonntagsküche – ein Braten, der Tage im Voraus vorbereitet wird und dafür mit einer Zartheit und Tiefe im Geschmack belohnt, die man mit keinem Schnellrezept erreicht. Die säuerlich-würzige Marinade verwandelt selbst ein einfaches Stück Rindfleisch in ein Festtagsgericht.
Der entscheidende Punkt bei diesem Rezept ist Geduld: Das Fleisch braucht mindestens drei, besser fünf Tage in der Marinade, damit Säure und Gewürze tief einziehen und das Fleisch beim Schmoren butterzart wird.
Warum dieses Sauerbraten Rezept funktioniert
Die lange Marinierzeit in Essig, Wasser und Gewürzen macht das Bindegewebe des Fleisches zart und sorgt für den charakteristischen säuerlichen Geschmack. Das scharfe Anbraten vor dem Schmoren bringt zusätzliche Röstaromen, während die lange, langsame Garzeit das Fleisch butterweich werden lässt. Die mit Mehl gebundene, oft mit etwas Zucker und Rosinen verfeinerte Soße rundet das Gericht klassisch ab.
Sauerbraten wie bei Oma
Zutaten
Zubereitung
- Zwiebeln, Karotten und Lauch mit Essig, Wasser und den Gewürzen aufkochen und vollständig abkühlen lassen.
- Fleisch in die abgekühlte Marinade legen, sodass es vollständig bedeckt ist. Zugedeckt 3 bis 5 Tage im Kühlschrank ziehen lassen und täglich wenden.
- Fleisch herausnehmen und trocken tupfen. Marinade durch ein Sieb abgießen, Gemüse und Flüssigkeit getrennt aufbewahren.
- Fleisch in Öl von allen Seiten scharf anbraten und herausnehmen.
- Gemüse aus der Marinade im gleichen Topf anrösten.
- Fleisch zurück in den Topf geben, mit etwas Marinadeflüssigkeit auffüllen und zugedeckt bei niedriger Hitze 2,5 bis 3 Stunden schmoren.
- Fleisch herausnehmen und warmhalten, den Sud durch ein Sieb passieren.
- Mehl mit etwas kaltem Wasser glattrühren, den Sud damit binden und mit Zucker, Rosinen, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Fleisch in Scheiben schneiden und mit der Soße servieren.
Hinweise
Varianten
Rheinische Art: Statt Zucker wird die Soße traditionell mit zerbröselten Lebkuchen gebunden – das gibt eine besonders runde, würzige Note.
Ohne Rosinen: Für eine herzhaftere Variante die Rosinen einfach weglassen.
Aufbewahrung
Sauerbraten hält sich im Kühlschrank bis zu 3 Tage und schmeckt aufgewärmt oft noch intensiver. Er lässt sich hervorragend portionsweise mit Soße einfrieren und bleibt bis zu 3 Monate haltbar.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist mein Sauerbraten zäh?
Meist war die Marinierzeit zu kurz oder die Schmortemperatur zu hoch. Das Fleisch braucht mindestens 3 Tage in der Marinade und sollte bei niedriger Hitze langsam gegart werden.
Wie lange sollte das Fleisch marinieren?
Mindestens 3, besser 5 Tage, damit die Säure tief einzieht und das Fleisch besonders zart und aromatisch wird.
Herkunft von Sauerbraten
Sauerbraten zählt zu den ältesten deutschen Schmorgerichten und diente ursprünglich dazu, zäheres Fleisch durch Marinieren haltbar und zart zu machen. Rheinische, schwäbische und fränkische Varianten unterscheiden sich vor allem in der Würze der Soße. Mehr zur Geschichte findest du im Wikipedia-Artikel zu Sauerbraten.
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