Frikadellen, Buletten oder Fleischpflanzerl – wie man sie auch nennt, dieses Gericht gehört zu den absoluten Klassikern der deutschen Hausmannskost. Saftig, würzig und außen schön knusprig gebraten, schmecken sie warm genauso gut wie kalt auf dem Butterbrot.
Der Trick für besonders saftige Frikadellen: ein eingeweichtes, gut ausgedrücktes Brötchen statt trockener Semmelbrösel als Hauptbindemittel. Es hält die Masse locker und sorgt dafür, dass die Frikadellen beim Braten nicht zäh werden.
Warum dieses Frikadellen Rezept funktioniert
Das eingeweichte Brötchen bindet Feuchtigkeit, statt sie wie trockene Semmelbrösel aus dem Fleisch zu ziehen – das Ergebnis bleibt saftig. Die Zwiebeln werden roh untergeknetet, was für mehr Aroma sorgt als angebratene Zwiebeln. Und wichtig: Die Masse wird nur so lange geknetet, bis sie zusammenhält – zu langes Kneten macht Frikadellen fest statt zart.
Frikadellen wie bei Oma
Zutaten
Zubereitung
- Brötchen in Wasser einweichen, anschließend gut ausdrücken.
- Zwiebel fein würfeln und mit dem Hackfleisch, dem ausgedrückten Brötchen, Ei, Senf und den Gewürzen in einer Schüssel vermengen.
- Die Masse gut durchkneten, bei Bedarf etwas Semmelbrösel zugeben, falls sie zu feucht ist.
- Aus der Masse 8 gleich große Frikadellen formen.
- Butterschmalz in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen.
- Frikadellen 4 bis 5 Minuten pro Seite braten, bis sie durchgegart und goldbraun sind.
- Kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und servieren.
Hinweise
Varianten
Mit Käse: Einen Teelöffel geriebenen Käse in die Mitte jeder Frikadelle geben – er zerläuft während des Bratens und sorgt für extra Saftigkeit.
Vegetarisch: Hackfleisch durch eine Mischung aus roten Linsen und Kicherebsen ersetzen, restliche Zutaten wie gewohnt verwenden.
Aufbewahrung
Gebratene Frikadellen halten sich im Kühlschrank bis zu 3 Tage und schmecken auch kalt sehr gut. Sowohl roh geformt als auch fertig gebraten lassen sie sich bis zu 3 Monate einfrieren. Aufgetaute Frikadellen in der Pfanne oder im Ofen wieder aufwärmen.
Häufig gestellte Fragen
Warum zerfallen meine Frikadellen beim Braten?
Meist fehlt Bindemittel wie Ei oder das eingeweichte Brötchen, oder die Pfanne war beim Anbraten nicht heiß genug. Die Frikadellen sollten in der ersten Minute nicht bewegt werden, damit sich eine Kruste bildet.
Kann man Frikadellen im Ofen backen?
Ja, bei 200 Grad Ober-Unterhitze etwa 20 bis 25 Minuten backen und dabei einmal wenden.
Herkunft von Frikadellen
Frikadellen sind unter vielen Namen bekannt – Buletten in Berlin, Fleischpflanzerl in Bayern – und gehen auf einfache Resteverwertung von Hackfleisch zurück. Sie zählen zu den am weitesten verbreiteten Gerichten der deutschen Küche. Mehr zur Geschichte findest du im Wikipedia-Artikel zu Frikadelle.
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